Air Sparging & SVE von MKW innerhalb einer Spundwand - Alphen am Rhein

Abgeschlossenes Projekt
ZUR ÜBERSICHT
Kunde
Provinz Zuid-Holland
AUSFÜHRUNGSORT
Alphen aan de Rijn - Niederlande
PROJEKTSTART
01-06-2009
GEPLANTE FERTIGSTELLUNG
abgeschlossen

Projectbeschreibung

Historischer Hintergrund

Das Projekt wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Asphaltfabrik durchgeführt, die von 1921 bis in die frühen 1980er Jahre Bedachungen und Kitt produzierte. Für die Herstellung dieser Materialien wurden Teer und Bitumen verwendet. Als Brennstoff für den Produktionsprozess wurden in jenen Jahren Fettkohle, Heizöl und später Erdgas verwendet. Als Folge all dieser Aktivitäten wurden Boden und Grundwasser großflächig kontaminiert. Um diese umweltgefährdenden Stoffe - insbesondere aliphatische sowie aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe - zu beseitigen, wurde Ende der 90er Jahre ein Sanierungsplan erstellt und genehmigt.

Bodenaushub und Spundwandisolierung 

Im Jahr 2000 wurde durch konventionelle Sanierungsdienstleister die erste Phase der Bodensanierung durchgeführt, wobei mehr als 14.000 m3 stark kontaminierter Boden ausgehoben wurde. Jedoch blieb eine Restkontamination von ca. 17.000 m3 Bodenmaterial zurück. Das Gelände wurde durch eine Spundwand isoliert, sodass das Austreten der Verunreinigung in die Umwelt verhindert werden sollte. Eine nachhaltige Lösung war damit jedoch nicht geschaffen. 


Ausmaß der Kontamination

Es blieben ca. 17.000 m3 belasteter Boden in der Spundwand zurück, jedoch war die langfristige Tragfähigkeit dieser provisorischen Maßnahme fragwürdig. Die Spundwände wurden in einer Tiefe von ca. 2 bis 12,5 m u.GOK gesetzt und in der unteren Ebene von einer dicken Tonschicht abgedichtet.

Wir leiteten Untersuchungen ein, die mittels Anlegen eines elektrischen Feldes unterflur vorliegende Lecks innerhalb der Spundwand identifizieren sollten. Es bestätigte sich die Vermutung, dass kontaminiertes Grundwasser auszutreten begann. 

Von den unten dargestellten Standorten A und B1 ist die Kontamination in das Grundwasser übergegangen und hat sich auf die Standorte B3 und B4 ausgebreitet. 

Sanierungsansatz

Für den Standort wurde ein Sanierungskonzept entworfen, bei dem zwischen der Bodenzone bis 10 m Tiefe und dem Aquifer in ca. 10 bis 30 m Tiefe differenziert wurde. Der Boden bis 10 m Tiefe wurde durch eine Kombination aus Druckluftinjektion und Mehrphasenextraktion saniert. Durch Einblasen von Luft in den Boden in verschiedenen Tiefen wird reines Produkt mobilisiert und über die Bodenluftabsaugfilter entfernt.