Direkt zum Inhalt wechseln

Biologische In-Situ Sanierung eines LCKW-Schadens

in der passiven Phase Rheine
Auftraggeber AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung
Standort Rheine
Beginn der Arbeiten 4.1.2021

Übersicht

Im Oktober 2020 wurde der Pilotversuch abgeschlossen, den wir im Auftrag des AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung Hattingen unter Anleitung von GEOlogik am Standort einer chemischen Wäscherei in Rheine durchführten. Mit einem Grundwasserzirkulationssystem wurde ein Teil der Schadensquelle der LCKW-Kontamination mittels stimulierter anaerober Biologie abgebaut. Mit Online-Redoxmessungen, qPCR Analysen zur Quantifizierung der DHC Bakterienpopulation und chemischen Grundwasseranalysen konnte die vollständige Dechlorierung bis zum Ethen nachgewiesen werden. Nach einer Ergebnispräsentation für den AG setzen NTP und GEOlogik das Projekt nun als Full-Scale Maßnahme fort. Ziel ist es, den sich größtenteils unter Gebäuden befindlichen Schadensherd vollständig zu beseitigen. Dafür kommt eine fabrikneue BEAT®-Anlage inklusive anaerobem Bioreaktor zum Einsatz. Hiermit wird das geförderte Grundwasser des Abstroms mit vor Ort gezüchteten DHC-Bakterien beaufschlagt. Die Infiltration im Anstrom gewährleistet durch vollständige Dechlorierung die Sanierung des belasteten Grundwasserkörpers. Die folgende Abbildungen legen den vorgefundenen Konzentrationsverlauf der enzymkatalysierten Dechlorierungs-Folgereaktion zugrunde, ausgehend vom Perchlorethen sowie den Intermediaten hin zum Ethen. Die DHC-Bakterien sind in der Lage, auch hochkonzentrierte LCKW-Schäden enzymbasiert zu Ethen zu metabolisieren.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte
Lukas Scholz
Junior Projektleiter